Hallo Gast,
wann und wo finden sich denn deine Kauffelds im Eichsfeld und Südharz?
Waren sie Glasmacher? Oder hatten sonst mit der Glasproduktion zu tun?
Mit großer Wahrscheinlichkeit waren sie vorher im Kaufunger Wald (Nordhessen/Südniedersachsen) tätig.
Für nähere Infos braucht man genauere Daten.
Grüße von rosaria
Ergänzung: Sie schrieben sich auch Kauffelt, Kauffold, Kauffolt. Der älteste Kauffelt starb 1662 im Alter von 90 (neunzig ) Jahre.. Man nannte diesen Hans auch Schlackergans.
Das die Schreibweise des FN sich ändert ist bekannt. Aber "ohne Quelle und Ortsangabe" hier das Jahr 1662 zu schreiben, ist schon anmaßend. Ich empfehle mal das Glasmacher-Sippenbuch von Klaus Kunze zu lesen/ zu kaufen bzw. über arcisys das Landesarchiv Marburg zu durchsuchen.
Mehr schreibe ich nicht zu diesem Thema. Viel Erfolg wfn
Die Daten entnahm ich : Robert Pforr, Aus den Kirchenbüchern der Kirchengemeinde Großalmerode 1648 - 1753.
Anmerkung: Ich schrieb hier keine wissenschaftliche Arbeit, gab nur den Hinweis auf Ort und Zeit zur weiteren Recherche ! Anmaßung ???
Woher die Glasmacher Kauffeld, die ihr Gewerbe im Eichsfeld und Kaufunger Wald ausübten, stammen, ist nicht bekannt. Hinweise, dass sie aus dem Spessart gekommen sind, liegen nicht vor. Da diese Sippe über 15 Generationen als Glasmacher im Eichsfeld gewirkt haben soll, ist zu vermuten, dass sie sich vom Eichsfeld in angrenzende Glashüttenregionen, z.B. den Hils, Kaufunger Wald u.a. ausbreitete. Schon bereits 1537 gehörten die Glasmacher dieses Namens zu den 26 aus 8 Familien kommenden Bundesmeistern des neuen Bundes mit den Namen Seitz (8x), Wenzel (6x), Gundelach (4x), Kauffelt (3x), Ko[u]nckel (2x), Grimm (1x), Lippert (1x), Stenger (1x). Über die Stammreihe der Glasmacherfamilie Karl Kaufholdt in Südniedersachsen berichtete Otto Bloß, Die ältesten Glashütten in Südniedersachsen; In: Veröff. d. Instituts f. historische Landesforschung der Uni Göttingen, 1977 Bd. 9. Früheste Hinweise auf Glasmacher im Kaufunger Wald bzw. dem heutigen Großalmerode liegen vor aus den Jahren 1504 (Fritcze Kauffolt), 1504/05 (Henrich Kauffeld), 1507 (Keirstayn Kauffeld). Die Bedeutung des Almeröder Tons für die Eichsfelder Glasmacher wird urkundlich 1505/12 mitgeteilt; denn wegen "unbotmäßigen Verhaltens" entzogen die Almeröder einem Eichsfelder Gläsnermeister den "einzigartigen Großalmeroder Hafenton". Erneut 1515 verwehrt der "bundts und glasmacherhandwergks zcu Almerode im Kauffunger Walde" einem eichsfeldischen Gläsner namens Kerstan Kauffholts, Bürger und Hüttenmeister in Mühlhausen, die Ausübung seines Handwerks und versagt ihm und seinen Gesellen die Teilnahme an einer Versammlung (StAM 22a 2.).
Hermann Nobel, http://www.hermannnobel.de, hermannnobel@aol.com, Am Hang 8, 65199 Wiesbaden, Tel. 0611 421584